| Petra Morsbach | |||||
| "Geschichte mit Pferden" | Roman, 2001 | ||||
| Rezensionen | "Alles, was hier passiert, ist völlig banal: die Liebesgeschichten,
die Betrügereien, die Querelen. Aber Morsbach beschreibt das alles
so glaubwürdig und tiefenscharf, daß sich aus der Banalität
ein eindringlich geschildertes Stück Welt entpuppt." |
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"Petra Morsbach versteht es, ein ganz bestimmtes
Milieu lebendig zu schildern. Keine der Personen verkommt zum Klischee...
Woran liegt es, daß man den Roman zwar gern liest, ihn aber dennoch
mit einem Gefühl der Enttäuschung aus der Hand legt? Vielleicht
weil man bis zum Schluß auf eine Entwicklung, eine Katharsis wartet,
die nicht stattfindet." |
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| "(Aus Nele Hassels Desillusionierung) folgt nicht
Bitterkeit, sondern eine ungewöhnlich offene und nüchterne Selbstbetrachtung,
die weit über das übliche Maß an Altersweisheit hinausgeht.
(...) Ihre 'Geschichte mit Pferden' ist Petra Morsbachs bisher radikalstes
Buch, inhaltlich nur vordergründig unspektakulär, formal von
konsequenter Schlichtheit und im Grundton von bodenlosem Pessimismus." |
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"Das Beispiel der schamlos sich bereichernden Erlhof-Besitzer
löst bei Nele keine Verbitterung aus, keine Revolte gegen die Weltordnung,
keine höhnische Absage an alle Phrasen von Gerechtigkeit. Nur einen
Erkenntnisprozess. Und den treibt der Roman, der in zwei Richtungen fortschreitet,
von Tag zu Tag und zugleich in die Tiefen der Vergangenheit voran. Nele
will wissen, was jemanden wie Gesine bewegt und wie sie selbst zu der
wurde, die sie ist. Eine abschliessende Antwort bekommt sie nicht. «Letztlich
bleibt wohl immer unbegreiflich, warum irgendeiner irgendetwas tut.»
Aber der Versuch, dies zu begreifen, hat schon viele gute Bücher
hervorgebracht. So wie dieses.“ |
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